Es waren bereits mehr als drei Dutzend Biografien über Rosa Luxemburg erschienen, als die kanadisch-britische Künstlerin und Aktivistin Kate Evans diesem Regalmeter 2015 erstmals ein gezeichnetes Lebensbild zur Seite stellte. Mit Verweis auf Evans‘ Feingefühl, ihre theoriegeschichtliche Präzision und nicht zuletzt den Humor wurde „Red Rosa“ vom Independent wie vom Observer sofort zum „Graphic Book of the Year“ gewählt und erschien aufgrund des enthusiastischen Medienechos 2018 auch in deutscher Sprache. Was zeichnet den Comic von Kate Evans gegenüber anderen Luxemburg-Biografien aus und an welchen Stellen offenbaren sich eventuell auch die Grenzen des Mediums? Über was sagt das Buch mithin mehr: Über Luxemburgs Lebzeiten oder die unsrigen?
Kursort: vhs, Peterstraße, Raum 241, Forum
