Die Erinnerung an den Holocaust schwindet. Seine Singularität wird zusehends infrage gestellt. Die Unterschiede zwischen Konzentrations- und Vernichtungslagern waren lange kaum jemandem bewusst. Auch die Erinnerung begann verzögert. Jan Gerber fragt nach jenen Bedingungen von Erinnerung, die gegenwärtig zu erodieren scheinen. So werden aktuelle Debatten um die Bedeutung des Holocaust, sein Verhältnis zu den Kolonialverbrechen und die Politik Israels historisch eingeordnet. Gerber ist promovierter Politikwissenschaftler und habilitierter Historiker. Er ist Leiter des Forschungsressorts Politik am Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow und Honorarprofessor für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Leipzig.
vhs, Peterstraße, Raum 241, Forum, 52062 Aachen
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