Zwischen Klang, Wortzerfall und absurder Poesie begegnet dieses Programm dem Geist des Dadaismus – jener radikalen Kunstbewegung, die während des Ersten Weltkrieges entstand und bewusst mit Logik, Ordnung und traditionellen Kunstformen bricht.
Klavier, Stimme und Rezitation entwickeln im Verbund und einzeln eigenständige Kräfte: Worte verlieren die gewohnte Bedeutung, Silben werden Rhythmus, Sprache Klangmaterial. Im Spiel mit Chaos und Struktur, Ironie und Ernst, Zufall und Präzision erschaffen die drei Künstlerinnen einen Kosmos des poetisch Absurden. Kompositionen von z.B. Eric Satie, Erwin Schulhoff usw., begegnen Texten von Hugo Ball, K. Schwitters u.a.
Auch in Aachen im ehemaligen Hotel „ Zum großen Monarchen“ gab es nach den Experimenten der Dada-Künstler im Zürcher Cabaret Voltaire ein eruptives Ereignis, das diese Kunstströmung hier in Erscheinung treten ließ. Dadaismus bedeutet Widerstand gegen feste Regeln und zugleich die Freiheit, Kunst im Augenblick entstehen zu lassen.
Galina Ryzhikova – Klavier
Mona Kreutzer, Theater K – Rezitation
Catharina Marquet – Stimme
