Frau Professor Gollwitz, eine mit finanziellen Sorgen kämpfende Gymnasiallehrerin, hat in ihrer Jugendzeit eine Römertragödie verfasst. Eine Jugendsünde gewissermaßen, doch der Theaterdirektor Striese, der mit seiner Schauspieltruppe in der Stadt gastiert, kann sie überreden, ihm das Stück für eine grandiose Aufführung zu überlassen. Zwar hat Gollwitz Bedenken, aber die Eitelkeit siegt, und die Tragödie darf unter einem Pseudonym erscheinen. Frau Professor Gollwitz und ihr Dienstmädchen Rosa schwelgen in Theaterfantasien – da kehrt unerwartet Gollwitz‘ gestrenge Schwester Anna zurück. Sie ist eine strikte Gegnerin jeglicher Vergnügungen. Es kommt, wie es kommen muss: Das Inkognito von Gollwitz wackelt, und die Aufführung droht zur Blamage zu werden. Bis heute gilt Der Raub der Sabinerinnen als eine bedingungslose Liebeserklärung an das Theater. Franz und Paul von Schönthan schufen mit der Komödie über eine Römertragödie ein Theaterdenkmal, das in die Geschichte einging.
Eintritt frei.

