Zwei große Grabdenkmäler am Hauptweg des jüdischen Friedhofs an der Lütticher Straße veranschaulichen eindrücklich den abrupten und radikalen Bruch jüdischen Lebens in Aachen durch die Shoah: die Grabstätten der Familien Louis und Emil Rosenberg. Die beiden in Lünen geborenen Brüder waren in den 1880er Jahren nach Aachen gekommen und hatten hier einen Tuchgroßhandel gegründet, den später Emils Sohn Hans übernahm. Das Unternehmen florierte bis zur Zwangsenteignung Ende des Jahres 1938 in der Aachener Bahnhofstraße.
Der Vortrag stellt einzelne Familienmitglieder vor. Im Mittelpunkt steht dabei insbesondere das Schicksal der jungen Familie von Hans Rosenberg, an den seit 2021 ein Stolperstein in der Limburger Straße erinnert.
- vhs, Peterstraße, Raum 241, Forum
- kostenfreie Veranstaltung
