Der Sehnsucht nach Heimat in der modernen Welt geht der Verlust von Heimat voraus. Flucht und Vertreibung stehen daher oft am Beginn eines geschärften Heimatverlangens. Die Unmöglichkeit der Rückkehr und die Verhinderung einer Neu-Beheimatung bedeuten daher eine dauerhafte Verletzung für die Entheimateten. Aber auch diejenigen, die die Orte und Landschaften ihrer Kindheit nicht verlassen mussten, haben im Zuge der Industrialisierung, Zersiedlung und Zerstörung der natürlichen Umwelt Heimat verloren. Die Dringlichkeit der Heimat entsteht durch ihren Entzug. Wir müssen daher Heimat vom Fremden her und im Durchgang durch dieses denken. Ein solches Verständnis von Heimat hat daher nichts gemein mit der regressiven Feier ethnischer Homogenität. Der Autor und Professor Dr. Alfred Hirsch stellt sein Werk vor und kommt mit dem Publikum ins Gespräch. Moderiert von Dr. Jürgen Kippenhan. Eintritt frei!
Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden.
Philosophischer Salon mit Prof. Dr. Alfred Hirsch: „Heimatweh – Eine philosophische Erzählung“.
26. April , 12:00 Uhr bis 13:30 Uhr
Logoi