Eine Performance über Verlust, Erinnerung und Wiedergeburt – ein Erlebnis, das man nicht bloß betrachtet, sondern am eigenen Leib erfährt.
Princess wurde dem Publikum während der Cultura Nova 2024 mit *Great Apes of the West Coast* vorgestellt. Für diese fesselnde Solo-Performance gewann sie auf Anhieb den Theo-d’Or-Preis und wurde für den BNG-Theaterpreis nominiert. In diesem Jahr kehrt die außergewöhnliche junge Künstlerin mit der Premiere von „Wild Woman – Part 1: The Bone Collector" zurück. In dieser Inszenierung entführt Princess das Publikum in eine mythische Welt, in der Identität, Körper und Stimme zerfallen – nur um sich anschließend neu zu formieren.
Für *Wild Woman* ließ sich Princess von der Figur der „La Loba“ aus Clarissa Pinkola Estés’ Buch *Die Wolfsfrau* (Originaltitel: *Women Who Run With the Wolves*) inspirieren. La Loba sammelt verlorene Knochen und singt sie ins Leben zurück – nicht aus Nostalgie für die Vergangenheit, sondern weil vergessene Geschichten neu erzählt werden müssen. Die Performance beginnt mit einem Gefühl des Verlusts: dem Verlust von kulturellem Erbe, Familiengeschichte und der Verbindung zu den Vorfahren. Aus dieser Leere heraus entwickelt sich eine Reise der Konfrontation, der Transformation und des Wachstums – ein Prozess, in dem alte Schichten abfallen müssen, um Platz für Neues zu schaffen.
Verwurzelt in afrikanischen spirituellen Traditionen, verbindet *Wild Woman* diverse Musikstile wie Afrofuturismus, Afropunk, Metal und Rap. Durch Live-Musik, eindrucksvolle Bilder, Bewegung und Projektionen erschafft Princess eine einzigartige Atmosphäre. Man betrachtet die Show nicht nur; man teilt eine Erfahrung von Verlust, Erinnerung und Resilienz. Es ist eine poetische und kraftvolle Suche nach Stimme, Körper und Identität inmitten persönlicher und gesellschaftlicher Herausforderungen.
Cultura Nova 2026. Princess Isatu Hassan Bangura. „Wild Woman – Part I: The Bone Collector“.
1. September , 20:30 Uhr
Theater Heerlen