Künstliche Intelligenz lernt, urteilt und entscheidet. Ist das bereits so etwas wie ein Gewissen? Oder ist es eine täuschend echte Imitation von etwas, das dem Menschen allein vorbehalten ist?
Es entsteht Sorge, dass das, was den Menschen einzigartig macht, plötzlich berechenbar sein könnte. Aber auch Faszination: Was wäre, wenn Maschinen tatsächlich gerechter urteilen als Menschen? Diese Fragen berühren die tiefsten Vorstellungen davon, was einen Menschen ausmacht. Denn je mehr sich Künstliche Intelligenz den menschlichen moralischen Vorstellungen annähert, desto drängender wird die Gegenfrage: Was unterscheidet den Menschen von der Maschine? Ist es die Fähigkeit zu zweifeln, zu bereuen, zu lieben? Oder lösen sich diese Grenzen gerade still und leise auf, Datenpunkt für Datenpunkt?
Prof. Rudolf Hein, Moraltheologe an der CTS Hochschule Münster, und Oliver Reisen, Studienleitung für Naturwissenschaft und Digitalität, gehen diesen Fragen gemeinsam nach und laden zum Mitreden ein: mit Ihren Fragen, Ihrem Widerspruch und Ihren eigenen Antworten auf eine der größten anthropologischen Fragen der heutigen Zeit.
