Höchste Zeit, zu fragen, welche normativen Bilder in Ost wie West in den Köpfen vorherrschen und was es braucht, dass auch zukünftig in Stadt wie Land viele Menschen eine gute Arbeit finden.
Wenn am 1. Mai die Gewerkschaften zu Kundgebungen aufrufen, begeht die katholische Kirche den Feiertag des heiligen Josef, des Arbeiters.
Josef, vielfach vorgestellt als einfacher Zimmermann und Familienvater, steht als Symbol für die Würde der Arbeit und der arbeitenden Menschen. Denn Arbeit meint in der Katholischen Soziallehre nie nur Lohnerwerb, sondern wird mit Blick auf das Wohlergehen aller Menschen in der Arbeitsgesellschaft ganzheitlich gedacht. In einem aktuellen Positionspapier der Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen der deutschen Bischofskonferenz heißt es:
„Arbeit ist ein Teil des menschlichen Daseins und zugleich die Voraussetzung für die Gestaltung unserer Welt. Zentral ist dabei die Betonung der personalen Würde des arbeitenden Menschen. In Ableitung davon ist auch die Rede von der Würde einer jeden Arbeit.“
Im Gespräch
Prof. Dr. Ursula Nothelle-Wildfeuer ist Lehrstuhlinhaberin für Christliche Gesellschaftslehre an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Freiburg.
Daniela Kolbe ist seit Ende Januar 2026 Bezirksvorsitzende des DGB in Sachsen.
Anmeldung
Anmeldeschluss: 28.08.2025
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Akademie des Bistums Aachen
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