Italienische Bank- und Handelshäuser in Spätmittelalter und in der Renaissance und ihre Bedeutung für die Kunst im Norden Europa.
Dass die Medici und Strozzi, die Borromini und Rappondi, die Baroncelli und Giustiniani zu den wichtigsten Mäzenen der Renaissance in Italien zählen, ist bekannt. Weniger bekannt dagegen ist ihre Bedeutung für die Entwicklung der Kunst im Norden Europas, wo ihre Bank- und Handelshäuser die großen Fürstenhäuser durch die Vergabe von Krediten erst in die Lage versetzen, Kunstwerke zu erwerben und zu beauftragen. Der Vortrag setzt sich mit den Mechanismen des Bank- und Kreditwesens im 15. Jahrhundert auseinander und untersucht die wesentliche Rolle, welche italienische Kaufleute und Bankiers damals direkt und indirekt als Auftraggeber von niederländischen und deutschen Künstlern spielten.
- Till-Holger Borchert, Direktor des Suermondt-Ludwig-Museums Aachen
Eintritt: frei
Veranstalter: Stadt Aachen, Internationaler Karlspreis
Die Veranstaltung gehört zum offiziellen Rahmenprogramm der Karlspreisverleihung 2026 an den ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten Mario Draghi.
