Als die schottische Königin Maria Stuart des Mordes an ihrem Ehemann verdächtigt wird, sucht sie Schutz in England bei ihrer entfernten Verwandten, Königin Elisabeth I. Mit ihren Erbansprüchen auf den englischen Thron stellt sie für Elisabeth und ihre Berater eine Bedrohung dar, wird gefangen genommen und des Hochverrats angeklagt. Schillers berühmtes Königinnendrama beginnt drei Tage vor Marias geplanter Hinrichtung und stellt die Begegnung der beiden Frauen ins Zentrum, die ein Duell mit den Waffen des Verstands und des Gefühls austragen. Im Spannungsfeld von politischer Macht und menschlicher Ohnmacht fragt Schiller nach der Möglichkeit verantwortungsvoller Herrschaft.
Regisseurin Antigone Akgün beschäftigen die Fragen: Wie hält sich weibliche Herrschaft in einem von Männern errichteten System? Wie verändert Macht die Menschen, die sie besitzen? Antigone Akgüns Aachener Inszenierung von »Unser Deutschlandmärchen« wurde 2025 zum renommierten »Radikal jung Festival« für junge Regie in München eingeladen. Jetzt inszeniert sie erstmals im Großen Haus.
Zwei Königinnen, ein Thron und ein Machtkampf, der keine Gewinnerin kennt: Mit Friedrich Schillers „Maria Stuart“ feiert das Theater Aachen am 20. September die erste Schauspielpremiere der neuen Spielzeit. Im Mittelpunkt stehen zwei mächtige Frauen, ihre Rivalität und die Frage nach weiblicher Selbstbestimmung. Die Premiere am Sonntag, 20. September, eröffnet zugleich eine Spielzeit, die unter dem Motto „Über:Macht“ ganz unterschiedliche Facetten von Macht beleuchtet. Ein spannender Auftakt für die neue Saison!
