Gustl ist ungebildet, gewalttätig, Antisemit, obrigkeitshörig, frauenfeindlich, und voller Selbstmitleid. In dem komischen wie erschreckenden Gedankenfluss des Leutnants, finden wir zum ersten Mal in der Literaturgeschichte die Form des „Stream of Consciousness.“ Arthur Schnitzler war der Dichter der „Wahrheiten des Unbewussten“, wie sein Zeitgenosse Sigmund Freud es formuliert. Die raffinierte Verlogenheit, mit der seine Figuren sich selbst hinters Licht ihrer Gefühle führen, bleibt bis heute nur allzu aktuell. Ebenso aktuell ist heute noch der Charakter, der hier vor 125 Jahren skizziert wurde.
Kartenbestellung unter E-Mail:
post@theaterschule-aachen.de

