Als Begleiter im Klosteralltag gedacht, wurden Nonnen, kleine Christusfiguren beim Eintritt ins Kloster mitgegeben. Diese konnten liebevoll umsorgt werden, eingekleidet und bettfertig gemacht, mit Miniaturwiegen und Kissen. Was zunächst als Brauch in Frauenklöstern begann, fand im 15. und 16. Jahrhundert auch Anwendung zu Weihnachten, wenn die Christkinder auf den Altar gesetzt wurden.
Eine reiche Produktion der Figuren setzte ein, die sich regional unterschied, aber auch deutliche stilistische Übernahmen populärer Vorbilder zeigt. Diese charmante Figur lädt in der aktuellen Praymobil Ausstellung dazu ein, sich einen Moment lang in diese besondere Tradition des Mittelalters zu vertiefen.
Diese Kunstpause findet im Rahmen der Wechselausstellung „Praymobil. Mittelalterliche Kunst in Bewegung“ statt.
Mit Wibke Birth
