Hungrig und in Sorge, der kranken Mutter keine Milch kaufen zu können, beschließen die Geschwister Aninka und Pepíček, mit Straßenmusik ihr Geld zu verdienen. Der grimmige Drehorgelspieler Brundibár allerdings macht ihnen einen Strich durch die Rechnung. Nur mit Hilfe vieler Tiere und der Nachbarskinder können sie gemeinsam Brundibár vertreiben und mit ihrer Musik das rettende Geld einholen.
Hans Krása erschuf mit seiner eingängigen Oper für Kinder von Kindern eine hoffnungsvolle Geschichte, in der sich Kinder gegen Unrecht mit Mut und Zusammenhalt behaupten. Die Aufführungsgeschichte von Krásas Kinderoper ist unmittelbar mit der Besatzung der damaligen Tschechoslowakei durch die Nationalsozialisten verbunden. Entstanden für einen Wettbewerb des dortigen Ministeriums für Schulwesen und heimlich uraufgeführt 1941 in einem jüdischen Waisenhaus, gelangte ein Klavierauszug ins Ghetto Theresienstadt, wohin der Komponist und viele Beteiligte der Uraufführung bereits verschleppt worden waren. Nach der Premiere am 23. September 1943 wurde »Brundibár« 55 Mal in Theresienstadt aufgeführt. Bis auf die Titelpartie wurden alle Rollen von Kindern gesungen und gespielt. Nur wenige überlebten, der Komponist Hans Krása wurde 1944 in Auschwitz ermordet.
Für Kinder ab 6 Jahren.
- Karten: https://www.theateraachen.de/
