Eine Nacht. Ein Mann. Ein unaufhaltsamer Gedankenstrom zwischen verletzter Männlichkeit und Selbstmordgedanken.
Arthur Schnitzlers berühmter Monolog gilt als erstes Beispiel der „Stream of Consciousness“-Texte. Gustl – obrigkeitshörig, selbstmitleidig und gefangen in seinem Männlichkeitsideal – gerät nach einer vermeintlichen Ehrverletzung in eine existenzielle Krise. Mit feiner Ironie und psychologischer Präzision entlarvt Schnitzler die Selbsttäuschungen seiner Figur und zeichnet ein zeitloses Porträt toxischer Männlichkeit und gesellschaftlicher Zwänge. Ein intensiver Soloabend, ebenso komisch wie erschütternd.
Termin: Samstag, 19. September, 19 Uhr
Weitere Vorstellungen: ab November
Dauer: ca. 75 Minuten
