Dokumentarfilm „Optische Schreie“ von Lovorka Peri-Hassler ist die erste umfassende filmische Annäherung an Leben, Werk und Vermächtnis von Klaus Paier, dem Pionier der Street-Art in Deutschland. Seine Wandbilder in den 1970er und 1980er Jahren thematisierten Faschismus, den Kalten Krieg, Atomkraft, Homosexualität, Apartheid, das Bildungssystem und soziale Ungerechtigkeit. Viele seiner Wandbilder wurden schnell übermalt, andere sind heute Denkmäler. Die Ära, in der Klaus Paier in Aachen seine markanten Wandbilder schuf, war mehr als nur eine Zeit der Spannung – sie war eine explosive Mischung aus politischen Umbrüchen und sozialem Aufruhr. Interviews mit Zeitzeug:innen, Kunsthistoriker:innen und Angehörigen, Archivmaterial, Skizzen und Fotografien zeichnen ein vielschichtiges Bild eines politisch engagierten Künstlers, dessen Werk in Deutschland einzigartig ist.

